Kategorie-Archiv: Lichtdesign

Kleine Härchen an der Karotte

Für einen Raum eine Auswahl an Bildern zu treffen, ist mit vielen Überlegungen verbunden. Das haben wir gemerkt, als wir unser Raumkonzept für die Neugestaltung des Speisesaals im Sozial-Center Kassel entwickelt haben.

Um den Raum mit sinnlich-gedanklichem Inhalt zu füllen, ihn eine Geschichte erzählen zu lassen, haben wir Fotomotive (die 70 x 50 cm groß und für lange Haltbarkeit und unbeschreibliche Farbbrillanz direkt hinter Acrylglas gedruckt wurden) in die Gestaltung einbezogen.


Auswahlkriterien waren die Farbvielfalt, Detailaufnahmen von heimischen Obst- und Gemüsesorten und das Verhältnis von Obst zu Gemüse: rote Tomaten, orange Karotten, grüne Erbsen Weiterlesen

Pssst – besonders helle leise speisen

Mitte dieses Jahres haben wir gemeinsam mit dem Kasseler Sozial-Center der Heilsarmee ein Raumgestaltungskonzept erarbeitet, einen Speisesaal für die nächsten Jahre zu ertüchtigen. Über die Anforderungen und ersten Ideen berichteten wir bereits, mittlerweile ist unser Entwurf umgesetzt und der neue Raum in Benutzung.

Gesamter Raum Sozial-Center KasselWir haben uns einige besondere Details einfallen lassen, um diesen Raum der Gemeinschaft, des gewohnten Regelmäßigen und des Speisens (diese Notwendigkeit ist für die Bewohner und Gäste an diesem Ort eben keine Selbstverständlichkeit) so zu gestalten, dass der Raum seiner Bedeutung gerecht wird. Weiterlesen

Essen wird gemütlicher – Speisesaal 2.0

Viel Planung und ausführliche Skizzen halfen bei der Beurteilung der Entwürfe

Viel Planung und ausführliche Skizzen helfen bei der Beurteilung der verschiedenen Entwürfe

Ein Zwischenentwurf – der wird nicht ungesetzt, ist aber gute Grundlage für das abschließende Design

Ein Zwischenentwurf – wird nicht ungesetzt, ist aber Grundlage für das abschließende Design

Im Moment machen wir hell, leise und interessant – die Entwurfsphase für unser Raumdesign ist beendet, die Umsetzung beginnt.

Zusammen mit der Leitung des Kasseler Sozial-Centers der Heilsarmee und einer alteingesessenen örtlichen Schreinerei renovieren wir einen Speisesaal, der nach vielen Jahren intensiver Nutzung mehr als nur einen neuen Anstrich braucht.

Renovieren meinen wir im ursprünglichen Wortsinn (von mittelfranzösisch renover, erneuern/verbessern): Die Zweckmäßigkeit des Raums war stets gegeben, aber hat die Stimmung auch dominiert. Widerstandsfähig, pflegeleicht und geräumig muss ein Speisesaal für den Unterhalt und Betrieb sein, für das Speisen sollte er aber auch ein gewisses Maß an Gemütlichkeit bieten, damit das Essen und Trinken in einer schönen Atmosphäre stattfinden und das Wort »Genuss« gleichberechtigt genannt werden kann. Weiterlesen

Gemütlichkeit zum Mitnehmen

TKL-PlakatSeit jeher ist die Kerze ständiger Begleiter und essenzielles Utensil für eine romantische und beruhigende Atmosphäre. Wozu also üppig
dekorierte Halter, wenn doch die Kerze selbst das Feierliche ist und durch ihr magisches Spiel aus Licht und Schatten fasziniert?

Lediglich fünf Stücke gebogenen Drahtes und einer Schraube bedarf es, um einen Kerzenleuchter mit fünf Armen entstehen zu lassen, der andere Kerzenleuchter um eine zusätzliche Funktion übertrifft: Er ist zusammenklappbar.

Der Taschenkerzenleuchter – ein unaufdringliches Designkonzept, das sich auf das Wesentliche konzentriert, anstatt die Kerze mit
Überflüssigem abzuwerten.

Fünfhundert Drahtstücke braucht es übrigens, um eine limitierte Serie von einhundert Stück herzustellen: Diese fünfhundert Drahtstücke wurden in einem kleinen Chemnitzer Betrieb CNC-gebogen und bei uns mit Schraube, Hutmutter und weiteren Kleinteilen (sechs Unterlegscheiben und ein Federring für geschmeidige Beweglichkeit) zusammengefügt.

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Licht regnen lassen

Vom 2. bis 9. Oktober feiert das Kultur- und Kongresszentrum Gera, kurz KuK, seinen 30. Geburtstag. In dem 1981 erbauten Veranstaltungshaus finden die gesamte Woche über verschiedene Events statt. Die Festwoche endet am 9. Oktober mit einem Tag der offenen Tür, an dem interessierte Besucher unter anderem eine Ausstellung und einen Film über die Geschichte des KuK sehen können.

Für Besucher des KuK bietet sich in diesem Zeitraum die Gelegenheit, den »Lichtregen« zu betrachten, das eine in Deutschland einmalige Installation ist.

Unter dem Motto »ein neues Lichtsystem für das KuK« haben wir im Jahr 2006 ein Konzept erarbeitet, dass die damaligen betagten Glühlampen im KuK durch ein Lichtsystem ersetzt, das zukunftsweisend, flexibel und energiesparend ist – und eine Geschichte erzählt.

LichtregenDer »Lichtregen« korrespondiert mit dem Thema Wasser als Grundlage jeden Lebens mit dem bildhauerischen Kunstwerk »Lied des Lebens«, das seit dem ersten Tag die weitläufigen Wände der zwei Foyers im KuK schmückt: »Aqua fons vitae est – das Wasser ist die Quelle des Lebens. Mit diesem Leitspruch bereichern wir das KuK mit noch mehr Leben, denn sobald der Lichtregen erstrahlt, läuft innerhalb dieser Lichtskulptur eine lebhafte Animation ab,« erklärten wir das Konzept. Im Jahr 2007 wurde die neue Beleuchtung im KuK installiert, das die prägnante geradlinige Architektur des Gebäudes aufgreift und mit modernen Elementen kombiniert.

Seitdem beleuchten 160 eigens für das Gebäude entwickelte und in Weimar gebaute Leuchten das obere Foyer des KuK. Die durch die großen Fenster weithin sichtbare Lichtskulptur ist mittlerweile zu einer Art neuem Wahrzeichen für Gera geworden und bildet einen sympathisch-seriösen Gegenpol zur bunten Werbebeleuchtung der umliegenden Kaufhäuser.

Bisher konnte der »Lichtregen« in der veranstaltungsfreien Zeit nur aus der Ferne betrachtet werden – denn während den Abendstunden leuchtet das Kunstwerk mit einer dynamisch animierten Lichtshow durch die Geraer Nacht. Der Tag der offenen Tür am 9. Oktober ist nun die Gelegenheit, den Lichtregen auch einmal von Nahem zu betrachten.

Unsere Webseite über die Leuchteninstallation im KuK informiert über gestalterische und technische Details: www.lichtregen.de

Aus ’nem Elefanten eine Mücke gemacht

Versuchen wir es doch mal! Der Lichtregen, die zweifellos populärste Installation von uns, wirkt im KuK Gera hervorragend und wird häufig für andere Objekte nachgefragt. Was aber, wenn keine allzu präsente und auffällige Architektur gegeben ist, und was, wenn der Raum einfach zu klein (zu niedrig) ist? Was, wenn aus Platzgründen nur eine Handvoll Leuchten ihren Platz finden?

Wir haben den Test gewagt und mit dem Konzept, das hinter dem Lichtregen steht, gebrochen. Wir haben es auf die Spitze getrieben – der Lichtregen in einem Wohnzimmer.

Unser Eindruck: Es passt durchaus. Natürlich, das durch eine Vielzahl der Leuchten entstehende Volumen geht verloren. Auch lässt sich die Fantasie des durch ein Gebäude fallenden Regens aus Licht nicht mehr denken. Der Lichtregen ist keiner mehr, er erfüllt aber auch auf Augenhöhe, mit kleiner Leuchtenzahl, eine Funktion: Er ist schön – und nebenbei macht er auch hell.

Lesen Sie hier mehr über den Lichtregen, den großen.

LED-Profil abgelichtet

Endlich halten wir das LED-Profil, über welches Sie hier mehr erfahren, in den Händen – und präsentieren Ihnen nun auch Fotografien davon.

Das Profil zeichnet sich durch vielfältige Einsatzmöglichkeiten aus. Es lässt sich beispielsweise fertig konfektioniert spaltfrei in Nuten einklipsen, ohne es von hinten verschrauben oder demontieren zu müssen. Es bietet im Innern außerdem Platz für mitgeführte Stromleitungen, was bei großen Profillängen eimem Spannungsabfall zum Ende hin vorbeugt. Drei unterschiedliche Abdeckungen sorgen für verschiedene optische Eigenschaften.

Es ist bei einem deutschen Händler im Produktsortiment.

Gutes Licht für historische Straßen

Nachts sind alle Katzen grau – außer in Weimar. Die Stadt tauscht nach und nach die in der Straßenbeleuchtung weit verbreiteten Natriumdampfhochdrucklampen gegen Halogenmetalldampflampen aus.

Bisher waren alle Straßen Weimars in ein zwar helles aber leider auch Farben schluckendes Hellgelb getaucht, was für Wohngebiete und Hauptverkehrsstraßen durchaus akzeptabel ist, denn die Natriumdampfhochdrucklampen haben eine hervorragende Energieeffizienz und eine sehr lange Lebensdauer. Der historische Stadtkern – großer Tourismusmagnet und UNESCO-Welterbe – verlor dadurch aber seinen Reiz.

Nun sorgen die neuen Halogenmetalldampflampen für nächtlichen Glanz. Diese Lampen sind bereits in der gewerblichen Innenraumbeleuchtung weit verbreitet. Sie spenden ein ausgesprochen hochwertiges Licht, mit großer Energieeffizient und guter Farbwiedergabe.

Im Vergleich sieht man, wie auf dem Goetheplatz Häuserfassaden im neuen Licht an Farbe gewinnen. In der rechten Bildhälfte sieht man noch die bisherige Beleuchtung.

Weimar wagt sich nach seinen LED-Tests in der Fußgängerzone nun noch einen Schritt weiter in Richtung moderner Straßenbeleuchtung – ein großer Gewinn für die Stadt, wenn alle alten Leuchtmittel ausgetauscht wurden.

Weimar testet LED-Straßenbeleuchtung

Man kennt LED-Straßenbeleuchtung in der Regel als futuristische aber dennoch im Stadtbild fremd wirkende Leuchten, die nicht so recht in die gewachsene Struktur einer vorausgegangenen Zeit passen wollen.

Weimar hat in seiner Fußgängerzone schöne und zur Architektur – die hier in besonderem Maße herausfordernd ist – passende Leuchten, die an einigen Stellen mit LED-Modulen ausgerüstet wurden. Bisher leuchteten hier herkömmliche Energiesparlampen mit E27-Sockel, die der Witterung zudem gnadenlos ausgeliefert waren, da die Leuchten offen sind. Beinahe jede zweite Lampe ist also stets defekt, mit dem Austauschen kommt man nicht hinterher.

Nun stecken in einigen Leuchten verschiedene LED-Module, um sie zu testen. Sie sehen teilweise nach einer übereilten Bastelei aus dem Hobbykeller aus und sind überwiegend mit kaltweißen LEDs ausgestattet, die eine entsprechend ernüchternde Wirkung auf den historischen Straßenzug haben. Ein warmweiß leuchtendes Modul, das zudem das einzig solide wirkende ist, lässt hoffen, dass man sich hierfür entscheidet. Sicherlich müssen sich die umgerüsteten Leuchten gegen Witterung und Vandalismus behaupten, aber grundsätzlich kann es die Situation nur verbessern. Es ist ein interessanter Schritt, gestalterisch bewährte Leuchten umzurüsten anstatt neue und eventuell unpassende einzusetzen.