Ein Mini-Star am Firmament

Na, wer kennt sie noch? Die letzte Stufe der Miniaturisierung in der Welt der Glühlampen ging sang- und klanglos unter. Die »Ministar« von Osram war eine Halogenlampe, die das erreichen sollte, was LEDs jetzt übernehmen: Kleinstes Leuchtmittel mit viel gerichtetem Licht.

Bis zu 50 Watt leistete sie, wurde brüllend heiß, bot aber ein ausgezeichnetes Licht. Hochwertige Niedervolt-Halogenlampen hatten gut und gerne 5000 Stunden Lebensdauer, ihre Hochvolt-Pendants, die heute noch häufig im Einsatz sind, schaffen das nicht (dort ist nach 2000 Stunden Schluss). So lange wie eine LED ist das nicht, die kommt an 15000–25000 Stunden Lebensdauer heran. Die Lichtqualität war aber um Längen besser, und auch die Lichtmenge, die dieser kleine Halogenstift lieferte, war enorm.

Wir haben für dieses tolle Leuchtmittel vor rund 10 Jahren zwei Leuchten entworfen, die MIN-I und MIN-II. Die Prototypen sind jetzt immer noch im Einsatz, obwohl es seit Jahren keine Ersatzlampen mehr gibt. Die Ministar hält …

Kisten und Platten

Eine in sich geschlossene Kapsel, ein Raum aus Boden, Wand und Decke bildet OSB-Platte. Diffus im warmen Holzton, im Detail ein wildes Spiel aus detailreichem Naturstoff, geglättet, versiegelt. Das Baumaterial Nummer 1 wird zum Möbel. Und zum Raum, der trotzdem geöffnet ist.

Das erhält sehr viel Platz, Licht und Freiraum, aber es schafft Behaglichkeit, Uriges, Geschlossenes.

Warmes Licht, in derselben Unordnung wie die Späne der OSB-Platte, mit LED-Lampen bestückt (die hervorragenden Filament-Lampen erlauben es!), eine lange Tafel zum Tagen, Reden, Dasitzen, Papiere ausbreiten, Leer lassen.

Ganz neu in unserem Büro.
Und einen Ratgeber zu LED-Lampen haben wir auch.

Kleine Härchen an der Karotte

Für einen Raum eine Auswahl an Bildern zu treffen, ist mit vielen Überlegungen verbunden. Das haben wir gemerkt, als wir unser Raumkonzept für die Neugestaltung des Speisesaals im Sozial-Center Kassel entwickelt haben.

Um den Raum mit sinnlich-gedanklichem Inhalt zu füllen, ihn eine Geschichte erzählen zu lassen, haben wir Fotomotive (die 70 x 50 cm groß und für lange Haltbarkeit und unbeschreibliche Farbbrillanz direkt hinter Acrylglas gedruckt wurden) in die Gestaltung einbezogen.


Auswahlkriterien waren die Farbvielfalt, Detailaufnahmen von heimischen Obst- und Gemüsesorten und das Verhältnis von Obst zu Gemüse: rote Tomaten, orange Karotten, grüne Erbsen „Kleine Härchen an der Karotte“ weiterlesen

Pssst – besonders helle leise speisen

Mitte dieses Jahres haben wir gemeinsam mit dem Kasseler Sozial-Center der Heilsarmee ein Raumgestaltungskonzept erarbeitet, einen Speisesaal für die nächsten Jahre zu ertüchtigen. Über die Anforderungen und ersten Ideen berichteten wir bereits, mittlerweile ist unser Entwurf umgesetzt und der neue Raum in Benutzung.

Gesamter Raum Sozial-Center KasselWir haben uns einige besondere Details einfallen lassen, um diesen Raum der Gemeinschaft, des gewohnten Regelmäßigen und des Speisens (diese Notwendigkeit ist für die Bewohner und Gäste an diesem Ort eben keine Selbstverständlichkeit) so zu gestalten, dass der Raum seiner Bedeutung gerecht wird. „Pssst – besonders helle leise speisen“ weiterlesen

Essen wird gemütlicher – Speisesaal 2.0

Viel Planung und ausführliche Skizzen halfen bei der Beurteilung der Entwürfe
Viel Planung und ausführliche Skizzen helfen bei der Beurteilung der verschiedenen Entwürfe
Ein Zwischenentwurf – der wird nicht ungesetzt, ist aber gute Grundlage für das abschließende Design
Ein Zwischenentwurf – wird nicht ungesetzt, ist aber Grundlage für das abschließende Design

Im Moment machen wir hell, leise und interessant – die Entwurfsphase für unser Raumdesign ist beendet, die Umsetzung beginnt.

Zusammen mit der Leitung des Kasseler Sozial-Centers der Heilsarmee und einer alteingesessenen örtlichen Schreinerei renovieren wir einen Speisesaal, der nach vielen Jahren intensiver Nutzung mehr als nur einen neuen Anstrich braucht.

Renovieren meinen wir im ursprünglichen Wortsinn (von mittelfranzösisch renover, erneuern/verbessern): Die Zweckmäßigkeit des Raums war stets gegeben, aber hat die Stimmung auch dominiert. Widerstandsfähig, pflegeleicht und geräumig muss ein Speisesaal für den Unterhalt und Betrieb sein, für das Speisen sollte er aber auch ein gewisses Maß an Gemütlichkeit bieten, damit das Essen und Trinken in einer schönen Atmosphäre stattfinden und das Wort »Genuss« gleichberechtigt genannt werden kann. „Essen wird gemütlicher – Speisesaal 2.0“ weiterlesen

Funktion und Nutzen von LED-Flutern

LED-Baustrahler-Beispiel 6Zu Zeiten, als der typische Baustrahler mit schwarz lackiertem Aluminiumdruckgussgehäuse – weiß war beinahe zu schick – 500 Watt überwiegend in Wärme umgewandelt hat, weil das Glühlampen eben so machen, fand man diese urtümlichste der billigen Zweckbeleuchtungen nur da, wo sie hingehörten – nämlich auf dem Bau, in kaum benutzten Kellern, als Übergangslicht in Industriehallen oder gekoppelt an Bewegungsmelder in Hinterhöfen.

Man sah sie eher selten im zweckfremden Einsatz, LED-Baustrahler-Beispiel 2wie sie Kundenparkplätze des örtlichen Supermarkts, Schilder von Imbissbuden am Landstraßenzubringer oder das Autoangebot des An-und-Verkauf-Händlers im Industriegebiet beleuchteten. Man vermied ihren zweckfremden Einsatz nicht, weil sie mehr blenden als zu erhellen oder dramatische Schlagschatten erzeugen, sondern weil sie eine Menge Energie verbrauchen und ein Leuchtmittelwechsel nach kurzen 1000 Stunden nötig war (manchmal auch 2000 Stunden bei Markenware) – der Baustrahler war weder sparsam noch einfach zu warten.

LED-Licht ist günstig geworden – und billig

LED-Baustrahler-Beispiel 4Das hat sich seit dem Siegeszug der LED mit ihrem Ruf, eine Art Wunderwaffe im Kampf gegen Ressourcenverbrauch zu sein, geändert. Der LED-Fluter ist groß im Kommen, jener mit dem kleinen gleißenden Lichtpunkt einer »Power-LED« oder wahlweise der Retrofit-Einsatz für den Sockel R7s, der die Halogenlampe ersetzt: Schluss mit hunderten Watt Stromverbrauch und dem ständigen Leiteranstellen für den Lampenwechsel.

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Weiß = weiß

Seit die Glühlampe durch eine unüberschaubare Vielzahl technologisch fortschrittlicherer Leuchtmittel in den Schatten gestellt wurde, ist die Auswahl der richtigen Lichtquelle nicht nur eine Glaubensfrage – die Möglichkeiten, das »richtige Licht« zu finden, sind vielfältig und für den Laien unüberschaubar.

Die Frage nach der Temperatur des Lichts, ob warmweiß (um 3000 Kelvin) oder neutralweiß (ca. 4000 Kelvin) oder tageslichtweiß (rund 6000 Kelvin) ist eine Sache, hier helfen viele Hersteller mittlerweile mit eindeutigen Angaben auf der Verpackung. Der Farbwiedergabeindex (Ra) der Lampen wird jedoch gerne verschwiegen – hier trennt sich die Spreu vom Weizen: Eine gute Farbwiedergabe zu erzeugen ist aufwendig und teuer.

Die Firma XAL hat den Unterschied auf ihrem Messestand (light+building 2012) zwischen dem »üblichen« und dem hochwertigen Farbwiedergabeindex gegenübergestellt. Die Farbtemperatur ist die selbe. Es fällt erst im direkten Vergleich auf: Licht, das wir subjektiv als weiß empfinden, wirkt gelb, die Farben leblos (links).

Kritiker des schlechten Lichts moderner Lichtquellen könnten in Leuchtmitteln mit einem Ra über 90 neue Freunde finden, eine ehrliche Angabe der Hersteller vorausgesetzt.

Vertiefendes bei Wikipedia: Farbwiedergabeindex und Farbtemperatur.

LED-Profil abgelichtet

Endlich halten wir das LED-Profil, über welches Sie hier mehr erfahren, in den Händen – und präsentieren Ihnen nun auch Fotografien davon.

Das Profil zeichnet sich durch vielfältige Einsatzmöglichkeiten aus. Es lässt sich beispielsweise fertig konfektioniert spaltfrei in Nuten einklipsen, ohne es von hinten verschrauben oder demontieren zu müssen. Es bietet im Innern außerdem Platz für mitgeführte Stromleitungen, was bei großen Profillängen eimem Spannungsabfall zum Ende hin vorbeugt. Drei unterschiedliche Abdeckungen sorgen für verschiedene optische Eigenschaften.

Es ist bei einem deutschen Händler im Produktsortiment.

Weimar testet LED-Straßenbeleuchtung

Man kennt LED-Straßenbeleuchtung in der Regel als futuristische aber dennoch im Stadtbild fremd wirkende Leuchten, die nicht so recht in die gewachsene Struktur einer vorausgegangenen Zeit passen wollen.

Weimar hat in seiner Fußgängerzone schöne und zur Architektur – die hier in besonderem Maße herausfordernd ist – passende Leuchten, die an einigen Stellen mit LED-Modulen ausgerüstet wurden. Bisher leuchteten hier herkömmliche Energiesparlampen mit E27-Sockel, die der Witterung zudem gnadenlos ausgeliefert waren, da die Leuchten offen sind. Beinahe jede zweite Lampe ist also stets defekt, mit dem Austauschen kommt man nicht hinterher.

Nun stecken in einigen Leuchten verschiedene LED-Module, um sie zu testen. Sie sehen teilweise nach einer übereilten Bastelei aus dem Hobbykeller aus und sind überwiegend mit kaltweißen LEDs ausgestattet, die eine entsprechend ernüchternde Wirkung auf den historischen Straßenzug haben. Ein warmweiß leuchtendes Modul, das zudem das einzig solide wirkende ist, lässt hoffen, dass man sich hierfür entscheidet. Sicherlich müssen sich die umgerüsteten Leuchten gegen Witterung und Vandalismus behaupten, aber grundsätzlich kann es die Situation nur verbessern. Es ist ein interessanter Schritt, gestalterisch bewährte Leuchten umzurüsten anstatt neue und eventuell unpassende einzusetzen.