Essen wird gemütlicher – Speisesaal 2.0

Viel Planung und ausführliche Skizzen halfen bei der Beurteilung der Entwürfe
Viel Planung und ausführliche Skizzen helfen bei der Beurteilung der verschiedenen Entwürfe
Ein Zwischenentwurf – der wird nicht ungesetzt, ist aber gute Grundlage für das abschließende Design
Ein Zwischenentwurf – wird nicht ungesetzt, ist aber Grundlage für das abschließende Design

Im Moment machen wir hell, leise und interessant – die Entwurfsphase für unser Raumdesign ist beendet, die Umsetzung beginnt.

Zusammen mit der Leitung des Kasseler Sozial-Centers der Heilsarmee und einer alteingesessenen örtlichen Schreinerei renovieren wir einen Speisesaal, der nach vielen Jahren intensiver Nutzung mehr als nur einen neuen Anstrich braucht.

Renovieren meinen wir im ursprünglichen Wortsinn (von mittelfranzösisch renover, erneuern/verbessern): Die Zweckmäßigkeit des Raums war stets gegeben, aber hat die Stimmung auch dominiert. Widerstandsfähig, pflegeleicht und geräumig muss ein Speisesaal für den Unterhalt und Betrieb sein, für das Speisen sollte er aber auch ein gewisses Maß an Gemütlichkeit bieten, damit das Essen und Trinken in einer schönen Atmosphäre stattfinden und das Wort »Genuss« gleichberechtigt genannt werden kann.

Wir haben also die Aufgabe gehabt, die Zweckmäßigkeit zu erhalten, dem Raum aber die Wohnlichkeits-Ergänzung zu spendieren, die ihm bisher fehlte oder über die Jahre der (Ab-) Nutzung verloren ging. Herausforderung: Die Raumfläche durfte nicht kleiner werden, die Raumhöhe mit niedrigen 2,40 m erst recht nicht – ein vollständiges innenarchitektonisches Konzept wurde verlangt.

Auch auf einer Holzleiter bemustert es sich gut: Leuchttest von LED-Lampen
Auch auf einer Holzleiter bemustert es sich gut: Leuchttest von LED-Lampen in unserem Büro

Wir haben also verschiedene Raumelemente entwickelt, die an Wänden und Decke montiert werden und neben einer dekorativen, strukturierenden und optisch aufwertenden Funktion auch verschiedene technische Aufgaben wie Schallschutz und Beleuchtung erfüllen.

Dazu kommt ein Farbkonzept, das den Raum lebhaft, groß und freundlich wirken lässt. Dieses Farbkonzept bezieht den gesamten Raum mit Boden, Wänden und Decke ein und wird nicht nur mit Farbe, sondern auch mit fotografischen Motiven detailliert umgesetzt.

Fortsetzung: weitere Details zu Beleuchtung und Schallreduktion. Und außerdem: unsere Überlegungen zur Bildauswahl.