Kleine, beliebte Klassiker: Visitenkarten

Aquatic-3-VisitenkartenEine Visitenkarte ist der praktische Kompromiss zwischen umfangreichem, aufwändigem Prospektmaterial und einer virtuellen, flüchtigen E-Mail. Sie ist klein und hinterlässt mit der richtigen Gestaltung einen guten Eindruck. Trotz zunehmender digitaler Kommunikation, oder gerade deswegen, erfreut sie sich größter Beliebtheit, auch privat. Papier ist eben geduldig, und man kann sich mit der einfachen Geste des Überreichens gedanklich beim Gegenüber einprägen.

Abstrakt bleibt interessant, hier die Visitenkartenrückseite für einen Textilproduzenten.
Abstrakt bleibt interessant, hier die Visitenkartenrückseite für einen Textilproduzenten.

Weil der Platz auf einer Visitenkarte sehr begrenzt ist, ist sie nur mit den wichtigsten Informationen gefüllt: eigener und Firmenname, Anschrift, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, Internetadresse und ggf. noch eine kleine Information zu Messenger-Diensten oder zur Position im Unternehmen. Sie machen keine überschwängliche, ausschweifende Werbung, sie verlieren sich nicht in langen Texten und Floskeln – eine Visitenkarte ist kompakt und informativ, sie bündelt die wichtigsten Kontaktdaten einer Person und ist damit in erster Linie nützlich. Aus diesem Grund werden sie gerne aufbewahrt.

Gestaltet man Visitenkarten gut, kann man neben den klassischen Kontaktdaten dennoch eine knappe, werbende Botschaft hinterlassen. Vor allem die Unaufdringlichkeit als ihr höchster Wert muss dabei erhalten bleiben, die Gefälligkeit lässt sich aber immer optimieren: Eine logische Gliederung der Kontaktdaten mit einer gut lesbaren Schrift und eine deutliche Aussage sind wichtig, neben der selbstverständlichen Anwendung eines Corporate Designs, und sieht die Visitenkarte frei nach Bauchgefühl »toll« aus, hat man mit dem Kärtchen schon einen guten Eindruck hinterlassen.

Ein aussagekräftiges Foto ohne überhöhte Logos oder Slogans wirkt unaufdringlich, aber schön. Visitenkarte einer Bühnenmalerin.
Ein aussagekräftiges Foto ohne überhöhte Logos oder Slogans wirkt unaufdringlich, aber schön: Visitenkarte einer Bühnenmalerin.

Wir achten natürlich darauf und investieren auch gerne ein bisschen mehr Zeit, die Visitenkarten unserer Kunden in alle Richtungen aufzuwerten. Es kann ein matt foliertes Papier sein, das sich ganz hervorragend anfühlt, oder ein derber Recyclingkarton, der ein interessantes Druckbild liefert und sich von überweißen Konkurrenzkärtchen wohlwollend abhebt.

Hinzu kommt noch der optische Kniff, eine grafische Aufwertung. Vor allem die Rückseite bietet für ein abstraktes oder konkretes Motiv eine hervorragende Bühne. Hier kann auf der kleinen Fläche das Aha!-Gefühl erzeugt werden, was in Erinnerung bleibt. Ist der Empfänger ein kleines bisschen inspiriert worden, hat man schon für sich geworben – und bleibt dort auf dem Schreibtisch liegen.

Allzu ausgefallene Formate oder Materialien sind übrigens im ersten Moment zwar besonders auffällig, aber eine Visitenkarte aus 1 mm starkem Holz oder ein Sonderformat mit doppelter Breite wird schnell unhandlich und eliminiert einen der Vorteile einer Visitenkarte, nämlich die universelle Handhabbarkeit. Das annähernde Scheckkartenformat mit 85 x 55 mm ist üblich, etwas breiter mit 90 x 50 mm ist man bereits auffälliger – beides geht natürlich auch hochkant.

Dann muss man sie nur noch griffbereit haben, 3–5 Kärtchen im Portemonnaie sind immer gut.