Magenta – eine Herausforderung

Workshop-Flyer vorn und Plakat im Hintergrund
Workshop-Flyer vorn und Plakat im Hintergrund

Die Universität Kassel hat eine auffällige, herausfordernde Hausfarbe. Sie sticht hervor und hebt sich ab, das ist zweifellos gut. Sie wirkt aber auch ausgesprochen emotional, subjektiv und persönlich, gelegentlich auch etwas feminin oder kindlich – je nach Einsatz.

Wir haben es hoffentlich richtig gemacht, wir arbeiteten schon oft für die Uni Kassel: Für eine Veranstaltung entwarfen wir diesmal Einladungsflyer und Plakate, der Wiedererkennung halber natürlich in der Uni-Kassel-Hausfarbe gehalten.

Ohne ihr zu viele Formen zu geben oder sie nur in filigrane Texte zu zwängen, füllt die Hausfarbe eine große Fläche, als Signalgeber, Erkennungsmerkmal und Bühne für die wichtigsten Informationen. Diese sind kontrastreich hinterlegt – auf dem Uni-Magenta mit Weiß, auf Weiß mit einem komplementären Blaugrün. Dieses Blaugrün kontert und bringt einen sachlichen Gegenpol in die Farbgebung, und es hilft zu strukturieren.

Das bewusst neutrale Design kommt dem Veranstaltungsthema sehr entgegen: Es soll keine Wertung vorgeben, bei dem sehr konfliktgeladenen und subjektiven Flüchtlingsthema – der Flyer soll auffallen und neugierig machen, aber sachlich bleiben.

Trotz langer Texte ist der Inhalt logisch gegliedert, die wichtigsten Informationen werden hervorgehoben: mit Uni-Magenta hinterlegt sind die plakativen Informationen, das Organisatorische. Weiß hinterlegt sind die erklärenden Inhalte.

Der geschlossene Flyer, vorn und hinten
Der geschlossene Flyer, vorn und hinten

Zusammengefaltet sind beide Seiten des Flyers auffällig und selbst nach nur kurzem Hinsehen informativ. Das Querformat erhöht die Auffälligkeit noch einmal und tut sogar dem Briefversand im Porto sparenden DIN-lang-Format gut. Im Zickzack-Falz entfaltet ergibt sich ein DIN-A4-Hochformat, so dass der Flyer dann eine Art zweiseitiges kleines Plakat wird und alle Details zeigt.

Für das Plakat gilt gestalterisch dasselbe wie für den Flyer, wogegen das Plakat noch etwas schneller auffallen muss. Daher stehen die wichtigsten Infos im oberen Drittel mit viel Abstand zu den restlichen Angaben.