Weimar testet LED-Straßenbeleuchtung

Man kennt LED-Straßenbeleuchtung in der Regel als futuristische aber dennoch im Stadtbild fremd wirkende Leuchten, die nicht so recht in die gewachsene Struktur einer vorausgegangenen Zeit passen wollen.

Weimar hat in seiner Fußgängerzone schöne und zur Architektur – die hier in besonderem Maße herausfordernd ist – passende Leuchten, die an einigen Stellen mit LED-Modulen ausgerüstet wurden. Bisher leuchteten hier herkömmliche Energiesparlampen mit E27-Sockel, die der Witterung zudem gnadenlos ausgeliefert waren, da die Leuchten offen sind. Beinahe jede zweite Lampe ist also stets defekt, mit dem Austauschen kommt man nicht hinterher.

Nun stecken in einigen Leuchten verschiedene LED-Module, um sie zu testen. Sie sehen teilweise nach einer übereilten Bastelei aus dem Hobbykeller aus und sind überwiegend mit kaltweißen LEDs ausgestattet, die eine entsprechend ernüchternde Wirkung auf den historischen Straßenzug haben. Ein warmweiß leuchtendes Modul, das zudem das einzig solide wirkende ist, lässt hoffen, dass man sich hierfür entscheidet. Sicherlich müssen sich die umgerüsteten Leuchten gegen Witterung und Vandalismus behaupten, aber grundsätzlich kann es die Situation nur verbessern. Es ist ein interessanter Schritt, gestalterisch bewährte Leuchten umzurüsten anstatt neue und eventuell unpassende einzusetzen.