Weiß = weiß

Seit die Glühlampe durch eine unüberschaubare Vielzahl technologisch fortschrittlicherer Leuchtmittel in den Schatten gestellt wurde, ist die Auswahl der richtigen Lichtquelle nicht nur eine Glaubensfrage – die Möglichkeiten, das »richtige Licht« zu finden, sind vielfältig und für den Laien unüberschaubar.

Die Frage nach der Temperatur des Lichts, ob warmweiß (um 3000 Kelvin) oder neutralweiß (ca. 4000 Kelvin) oder tageslichtweiß (rund 6000 Kelvin) ist eine Sache, hier helfen viele Hersteller mittlerweile mit eindeutigen Angaben auf der Verpackung. Der Farbwiedergabeindex (Ra) der Lampen wird jedoch gerne verschwiegen – hier trennt sich die Spreu vom Weizen: Eine gute Farbwiedergabe zu erzeugen ist aufwendig und teuer.

Die Firma XAL hat den Unterschied auf ihrem Messestand (light+building 2012) zwischen dem »üblichen« und dem hochwertigen Farbwiedergabeindex gegenübergestellt. Die Farbtemperatur ist die selbe. Es fällt erst im direkten Vergleich auf: Licht, das wir subjektiv als weiß empfinden, wirkt gelb, die Farben leblos (links).

Kritiker des schlechten Lichts moderner Lichtquellen könnten in Leuchtmitteln mit einem Ra über 90 neue Freunde finden, eine ehrliche Angabe der Hersteller vorausgesetzt.

Vertiefendes bei Wikipedia: Farbwiedergabeindex und Farbtemperatur.